{"id":10574,"date":"2024-09-12T10:08:31","date_gmt":"2024-09-12T08:08:31","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/werk\/circuits\/"},"modified":"2024-09-12T10:08:31","modified_gmt":"2024-09-12T08:08:31","slug":"circuits","status":"publish","type":"werk","link":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/werk\/circuits","title":{"rendered":"Circuits"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Medien- und Klangk\u00fcnstlerin Christine Sch\u00f6rkhuber arbeitet mit den Medien und Werkzeugen Elektronik, Installation, Objekt und Komposition. Dabei befasst sie sich mit der Dynamik von Beziehungen und Ordnungssystemen auf sozialer, physikalischer und technologischer Ebene. Im esc medien kunst labor pr\u00e4sentiert die K\u00fcnstlerin die Installation <em>Circuits.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei handelt es sich um eine raumgreifende Installation \u2013 eine Art \u201eMobile\u201c, ein kinetisches Objekt bestehend aus Stangen, Litzen und Kupferdr\u00e4hten. Durch einen rotierenden Kupferdraht werden die unterschiedlichen Teile des Mobiles in eine Verbindung zueinander und zugleich in eine Bewegung versetzt. Durch das Verbinden der verschiedenen Elemente der Installation werden kurzzeitig immer wieder jeweils verschiedene Audiosequenzen wahrnehmbar. Es entsteht ein mit dem Ausstellungssaum und den Besucher:innen interagierendes <em>\u201ekonnotatives modulares H\u00f6rst\u00fcck\u201c<\/em>, wie die K\u00fcnstlerin zur Installation feststellte. \u00dcber die immer wieder neue Zusammensetzung der auditiven Spur im Raum entstehen immer wieder neue Narrative und Assoziationsketten, die von den Besucher:innen erfahren werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Installation <em>Circuits <\/em>befasst sich Sch\u00f6rkhuber inhaltlich mit der physikalischen Kraft, die beinahe allen Aspekten unserer Wirklichkeit zugrunde liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Elektrischer Strom ist nicht nur Werkzeug, sondern auch als \u00e4sthetischer Motor eine inhaltliche Konstante der Installation, wie die K\u00fcnstlerin zur Installation feststellte: <strong><em>\u201e<\/em><\/strong><em>Weder die Entwicklung des Kapitalismus noch der Informationsgesellschaft w\u00e4re ohne einen gewaltigen Umsatz von Strom m\u00f6glich gewesen. Neben direkter Verbrennung ist elektrischer Strom der Antrieb der modernen Welt. Um ihn zu generiere werden gewaltige \u00f6kologische Sch\u00e4den in Kauf genommen, auch Strom wird bisher gr\u00f6\u00dftenteils aus der Verbrennung von Rohstoffen gewonnen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die verschiedenen Klangebenen der Installation bestehen aus einer Stromkomposition mit unterschiedlichen generativen Sounds und Klanglandschaften, Interviewpassagen von Klimaforscher:innen, \u00d6kolog:innen, Zukunftsforscher:innen und von der K\u00fcnstlerin eingesprochenen literarischen Fragmenten, Songtexten, technischen und historischen Anekdoten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die recycelten Kupfermaterialien, die in ihrer urspr\u00fcnglichen Funktion direkt oder indirekt zur Leitung von Strom verwendet wurden, werden in der Installation zu Objets trouv\u00e9s, die als k\u00fcnstlerische Werkzeuge genutzt werden. Das kurzweilige Schlie\u00dfen der Schaltkreise und damit in Kraft setzen der Klangkonstellation erm\u00f6glicht das Erfahren einer <em>\u201emultiperspektivischen Erz\u00e4hlung\u201c<\/em>, wie die K\u00fcnstlerin bemerkte. In der Installation entsteht ein r\u00e4umlich-situativer Erfahrungsraum, der sowohl Schattenseiten als auch Potentiale des elektrischen Stroms als Energiequelle aufzeigt. Inspiriert von Alexander Calder und der kinetischen Kunst verhandelt die Installation elektrischen Strom nicht nur als Material oder Werkzeug in einem k\u00fcnstlerischen Prozess, sondern als anorganische Dynamik in einem Gef\u00fcge.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":10443,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"class_list":["post-10574","werk","type-werk","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/werk\/10574","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/werk"}],"about":[{"href":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/werk"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10443"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neu.esc.mur.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}